PET-CT bei welchen Tumoren: Einsatzgebiete & Anwendung 2026

Die PET-CT Untersuchung gilt 2026 als hochmodernes Verfahren in der Onkologie und kombiniert funktionelle mit anatomischer Bildgebung. Diese Hybridtechnologie ermöglicht es, Tumoren und Metastasen präzise zu lokalisieren und zu charakterisieren. Bei zahlreichen Krebsarten liefert das PET-CT wertvolle Informationen für Diagnose, Therapieplanung und Verlaufskontrolle, weshalb Onkologen diese Untersuchung gezielt anordnen.

Was ist PET-CT und wie funktioniert die Untersuchung

Das PET-CT kombiniert zwei bildgebende Verfahren in einem Durchgang: Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT). Während die CT detaillierte anatomische Strukturen darstellt, zeigt die PET den Stoffwechsel von Gewebe durch radioaktiv markierte Tracer. Der häufigste Tracer ist FDG (Fluordesoxyglucose), eine radioaktiv markierte Zuckerverbindung, die sich bevorzugt in stoffwechselaktiven Tumorzellen anreichert.

Der Ablauf der PET-CT Untersuchung beginnt mit der intravenösen Injektion des Tracers. Nach einer Wartezeit von etwa 60 Minuten verteilt sich die Substanz im Körper und reichert sich in Tumorgewebe an. Die eigentliche Bildaufnahme dauert 20 bis 30 Minuten, während der Patient ruhig auf einer Liege liegt. Die Kombination beider Verfahren ermöglicht eine präzise Zuordnung stoffwechselaktiver Bereiche zu anatomischen Strukturen, was die diagnostische Genauigkeit erheblich verbessert.

PET-CT bei Lungenkrebs und Lungenkarzinom

Das PET-CT bei Lungenkarzinom gehört zu den etablierten Standardverfahren in Deutschland und wird seit 2026 von den gesetzlichen Krankenkassen bei entsprechender Indikation übernommen. Die Untersuchung ist besonders wertvoll beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC), da sie zwischen bösartigen Tumoren und gutartigen Lungenveränderungen unterscheiden kann. Lungenrundherde ab 8 mm Größe lassen sich zuverlässig charakterisieren, was unnötige Operationen vermeidet.

Beim Staging von Lungenkrebs zeigt das PET-CT seine Stärken: Es erkennt Lymphknotenmetastasen mit höherer Sensitivität als die CT allein und deckt Fernmetastasen in anderen Organen auf. Dies ist entscheidend für die Therapieplanung, da sich dadurch das Tumorstadium präzise bestimmen lässt. Nach Chemotherapie oder Bestrahlung hilft das PET-CT bei der Beurteilung des Therapieansprechens, indem es zwischen vitalem Tumorgewebe und Narbengewebe unterscheidet.

PET-CT zur Unterscheidung von Entzündung oder Tumor in der Lunge

Eine häufige Herausforderung in der Lungendiagnostik ist die Differenzierung zwischen Entzündung oder Tumor. Das PET-CT kann hier wertvolle Hinweise liefern, allerdings mit Einschränkungen: Beide Prozesse zeigen erhöhte Glukoseaufnahme. Tumore weisen typischerweise höhere SUV-Werte (Standardized Uptake Value) über 2,5 auf, während Entzündungen meist niedrigere Werte zeigen. Aktive Infektionen wie Tuberkulose oder Sarkoidose können jedoch ebenfalls stark FDG-positiv sein.

Die Bildinterpretation erfordert Erfahrung und Berücksichtigung des klinischen Kontexts. Das Anreicherungsmuster, die Morphologie im CT-Anteil und Begleitbefunde wie vergrößerte Lymphknoten helfen bei der Einordnung. In unklaren Fällen bleibt oft eine Biopsie zur histologischen Sicherung notwendig, wobei das PET-CT die beste Stelle für die Probenentnahme identifizieren kann.

Metastasenerkennung bei Lungenkrebs im PET-CT

Das PET-CT erkennt Metastasen deutlich sensibler als konventionelle Verfahren. Bei Lungenkrebs sind Lymphknotenmetastasen, Knochenmetastasen, Lebermetastasen und Nebennierenmetastasen häufig. Die Untersuchung zeigt Absiedlungen oft früher als rein anatomische Bildgebung, da stoffwechselaktive Mikrometastasen bereits vor strukturellen Veränderungen nachweisbar sind. PET-CT Bilder von Metastasen zeigen fokale Anreicherungen außerhalb des Primärtumors.

Besonders bei der Planung von Operationen ist dies entscheidend: Nur wenn keine Fernmetastasen vorliegen, kommt ein kurativer chirurgischer Eingriff infrage. Das PET-CT verhindert unnötige Operationen bei bereits metastasierter Erkrankung und ändert in etwa 15-20% der Fälle die Therapiestrategie durch den Nachweis zuvor unbekannter Metastasen.

PET-CT bei Lymphomen und hämatologischen Erkrankungen

Bei malignen Lymphomen ist das PET-CT seit 2026 integraler Bestandteil der Diagnostik und Therapiekontrolle. Sowohl Hodgkin-Lymphome als auch die meisten Non-Hodgkin-Lymphome zeigen eine starke FDG-Aufnahme. Das initiale Staging erfasst alle befallenen Lymphknotenstationen und extranodale Manifestationen, was die exakte Stadieneinteilung nach Ann Arbor ermöglicht und die Therapieplanung wesentlich beeinflusst.

Die Interim-PET nach zwei Chemotherapiezyklen hat prognostische Bedeutung: Ein negatives Interim-PET zeigt gutes Ansprechen an und korreliert mit besserer Prognose. Nach Therapieabschluss unterscheidet das PET-CT zwischen Residuen (Restgewebe) und aktivem Lymphom. Die Deauville-Kriterien standardisieren die Befundinterpretation: Lymphknoten leuchten im PET-CT bei aktivem Lymphom, während reine Narben keine Anreicherung zeigen. Dies vermeidet Über- und Untertherapie.

PSMA-PET-CT bei Prostatakarzinom

Das PSMA-PET-CT bei Prostatakarzinom stellt einen Durchbruch in der Diagnostik dar und hat seit 2024 die konventionelle Skelettszintigraphie weitgehend abgelöst. Als Tracer wird statt FDG ein PSMA-markiertes Radiopharmakon (z.B. Gallium-68-PSMA oder Fluor-18-PSMA) verwendet, das spezifisch an das Prostata-spezifische Membranantigen bindet. Dieses Protein ist auf Prostatakrebszellen stark überexprimiert.

Die Indikationen für PSMA-PET-CT umfassen das primäre Staging bei Hochrisiko-Prostatakarzinom, die Rezidivdiagnostik bei PSA-Anstieg nach Operation oder Bestrahlung sowie die Therapieplanung für gezielte Behandlungen. Bei PSA-Werten ab 0,5 ng/ml nach Prostatektomie liegt die Detektionsrate über 70%. Das Verfahren findet Lymphknotenmetastasen und Knochenmetastasen deutlich früher und präziser als konventionelle Bildgebung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 2026 die Kosten bei primärem Hochrisiko-Prostatakarzinom und beim biochemischen Rezidiv.

PET-CT bei Kopf-Hals-Tumoren

Kopf-Hals-Tumoren wie Plattenepithelkarzinome der Mundhöhle, des Rachens oder des Kehlkopfes zeigen typischerweise starke FDG-Aufnahme. Das PET-CT ist besonders wertvoll bei der Suche nach dem Primärtumor bei bekannten Halsmetastasen (CUP-Syndrom). In etwa 25-30% dieser Fälle kann das PET-CT den okkulten Primärtumor lokalisieren, den konventionelle Endoskopie und Bildgebung übersehen haben.

Bei der Therapieplanung für Bestrahlungen hilft das PET-CT, die exakte Tumorausdehnung zu definieren und betroffene Lymphknotenstationen zu identifizieren. Nach abgeschlossener Radiochemotherapie ist die Unterscheidung zwischen Narbengewebe und Resttumor schwierig. Das PET-CT sollte frühestens 12 Wochen nach Therapieende durchgeführt werden und zeigt mit hoher Genauigkeit, ob eine komplette Remission erreicht wurde oder Tumorreste vorliegen, die eine Salvage-Operation erfordern.

PET-CT bei Brustkrebs und Mammakarzinom

Beim Mammakarzinom ist das PET-CT nicht Teil der Routinediagnostik, hat aber spezifische Indikationen. Die konventionelle Mammographie, Sonographie und MRT sind für die Primärdiagnostik überlegen. Das PET-CT kommt zum Einsatz bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs, bei Verdacht auf Rezidiv mit unklaren anderen Befunden sowie bei entzündlichem Mammakarzinom.

Besonders wertvoll ist das PET-CT beim Nachweis von Fernmetastasen: Knochenmetastasen, Lungenmetastasen und Lebermetastasen lassen sich in einer Untersuchung erfassen. Bei der Therapiekontrolle unter systemischer Behandlung zeigt das PET-CT frühzeitig das Ansprechen oder Nichtansprechen. Lobulare Mammakarzinome haben allerdings oft eine geringere FDG-Aufnahme und können im PET-CT falsch-negativ sein, weshalb die Methode hier weniger sensitiv ist.

PET-CT bei Darmkrebs und kolorektalen Karzinomen

Das PET-CT bei kolorektalen Karzinomen wird hauptsächlich bei fortgeschrittenen Stadien und Rezidivverdacht eingesetzt. Die Primärdiagnostik erfolgt durch Koloskopie mit Biopsie. Bei erhöhtem CEA-Wert nach Operation und negativen oder unklaren Befunden in CT und MRT kann das PET-CT Rezidive oder Metastasen aufdecken, die anderen Verfahren entgehen.

Eine wichtige Indikation ist die Abklärung von Lebermetastasen vor geplanter Operation: Das PET-CT kann zusätzliche Metastasen außerhalb der Leber identifizieren, die eine Operation sinnlos machen würden. Bei der Rezidivdiagnostik liegt die diagnostische Genauigkeit des PET-CT bei etwa 95%. Einschränkungen bestehen bei kleinen Lebermetastasen unter 1 cm und bei muzinösen Tumoren, die oft geringere FDG-Aufnahme zeigen. Die Kombination mit MRT-Informationen liefert hier die beste Aussagekraft.

PET-CT bei Melanomen und Hautkrebs

Das maligne Melanom zeigt typischerweise hohe FDG-Aufnahme, was das PET-CT zu einem wertvollen Verfahren bei fortgeschrittenen Stadien macht. Im Stadium III und IV hilft die Untersuchung beim kompletten Staging, um alle Metastasen zu erfassen. Besonders Lymphknotenmetastasen, Lungenmetastasen und Weichteilmetastasen werden zuverlässig detektiert.

Bei der Therapiekontrolle unter Immuntherapie oder zielgerichteter Therapie zeigt das PET-CT frühzeitig das Ansprechen. Allerdings müssen sogenannte Pseudoprogressionen beachtet werden: Bei Immuntherapie kann es initial zu entzündlichen Reaktionen kommen, die wie Tumorprogress aussehen. Kontrollen nach 6-8 Wochen klären die Situation. Das PET-CT ist besonders wertvoll bei der Planung von Metastasenoperationen, um alle Tumorherde zu erfassen und nur bei oligometastasierter Situation eine Operation durchzuführen.

PET-CT bei Hirntumoren und Erkrankungen des Gehirns

Bei Hirntumoren hat das PET-CT spezielle Besonderheiten: Das normale Hirngewebe verbraucht viel Glukose und zeigt daher hohe FDG-Aufnahme, was die Abgrenzung von Tumoren erschwert. Daher werden bei Hirntumoren oft spezielle Tracer wie FET (Fluorethyltyrosin) oder Methionin verwendet, die sich selektiver im Tumorgewebe anreichern.

Die Hauptindikationen sind die Unterscheidung zwischen Tumorrezidiv und Strahlennekrose nach Bestrahlung, die Beurteilung der Tumoraktivität bei Gliomen und die Planung von Biopsien. Bei der Verlaufskontrolle unter Therapie zeigt das PET mit speziellen Tracern Veränderungen der Tumoraktivität früher als das MRT strukturelle Veränderungen darstellt. Die MRT bleibt jedoch die primäre Bildgebung für Hirntumoren, und das PET kommt als ergänzende Untersuchung bei spezifischen Fragestellungen zum Einsatz.

PET-CT bei Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs

Das PET-CT bei Ösophaguskarzinom ist seit 2026 fester Bestandteil des Stagings bei potenziell resektablen Tumoren. Es erkennt Fernmetastasen, die eine kurative Operation ausschließen würden, und beeinflusst damit die Therapieentscheidung erheblich. Nach neoadjuvanter Chemotherapie zeigt das PET-CT das histopathologische Ansprechen mit guter Korrelation: Starker Rückgang der FDG-Aufnahme korreliert mit gutem Ansprechen und besserer Prognose.

Beim Magenkarzinom ist die Datenlage weniger eindeutig: Diffuse und muzinöse Magentumore zeigen oft geringe FDG-Aufnahme und können im PET-CT übersehen werden. Intestinale Typen des Magenkarzinoms sind besser darstellbar. Das PET-CT wird beim Magenkarzinom daher selektiv eingesetzt, vor allem bei Rezidivverdacht und zur Metastasensuche bei fortgeschrittenen Stadien. Die diagnostische Genauigkeit liegt bei etwa 85%, wobei die Endosonographie für das lokoregionäre Staging überlegen bleibt.

Welche Krebsarten erkennt man im PET-CT besonders gut

Hochgradig FDG-avide Tumore lassen sich im PET-CT besonders zuverlässig darstellen. Dazu gehören das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom, Lymphome, Kopf-Hals-Tumoren, maligne Melanome, Ösophaguskarzinome, Schilddrüsenkarzinome (dedifferenzierte), kolorektale Karzinome und viele Weichteiltumoren. Diese Tumoren zeigen typischerweise SUV-Werte über 3 und heben sich deutlich vom Hintergrund ab.

Eingeschränkt darstellbar sind Tumoren mit niedriger metabolischer Aktivität: Das hepatozelluläre Karzinom, muzinöse Tumoren, hochdifferenzierte neuroendokrine Tumoren, das Prostatakarzinom (mit FDG), Nierenzellkarzinome und bronchioloalveoläre Karzinome können falsch-negativ sein. Für diese Entitäten existieren teilweise spezielle Tracer wie Gallium-68-DOTATATE für neuroendokrine Tumoren oder PSMA für Prostatakrebs, die deutlich bessere Ergebnisse liefern als Standard-FDG-PET-CT.

Wann ist ein PET-CT notwendig und wann ordnen Onkologen es an

Ein Onkologe ordnet eine PET-CT Untersuchung an, wenn sie therapeutische Konsequenzen hat und andere Verfahren keine ausreichende Aussage liefern. Hauptindikationen sind das initiale Staging bei FDG-aviden Tumoren ab bestimmten Stadien, die Suche nach einem unbekannten Primärtumor (CUP-Syndrom), die Rezidivdiagnostik bei steigenden Tumormarkern und unklaren Befunden sowie die Therapiekontrolle bei bestimmten Tumorerkrankungen.

Das PET-CT ist notwendig, wenn die Frage besteht, ob ein kurativer Therapieansatz möglich ist oder bereits Fernmetastasen vorliegen. Bei der Bestrahlungsplanung hilft es, die exakte Tumorausdehnung zu definieren. Nicht sinnvoll ist das PET-CT als Screening bei asymptomatischen Personen, bei Tumoren mit bekannt geringer FDG-Aufnahme ohne Alternative-Tracer oder wenn das Ergebnis die Therapie nicht beeinflussen würde. Die Entscheidung erfolgt interdisziplinär in Tumorkonferenzen unter Berücksichtigung von Tumorbiologie, Stadium und geplanter Therapie.

Sind Metastasen im PET-CT sichtbar und wie erkennt man sie

Metastasen sind im PET-CT sichtbar, wenn sie stoffwechselaktiv sind und eine Mindestgröße erreichen. Die Detektionsgrenze liegt bei etwa 5-8 mm, abhängig von der metabolischen Aktivität. Knochenmetastasen zeigen sich als fokale Anreicherungen im Skelett, oft bevor strukturelle Veränderungen im CT erkennbar sind. Lymphknotenmetastasen können auch bei normaler Größe durch erhöhte FDG-Aufnahme identifiziert werden.

Die Beurteilung erfolgt durch Kombination von PET und CT: Eine fokale Anreicherung im PET mit korrelierender Läsion im CT ist hochverdächtig für Metastasen. Solitäre Metastasen sind ebenso nachweisbar wie disseminierte Metastasierung. Falsch-positive Befunde können durch Entzündungen oder physiologische Anreicherungen entstehen, falsch-negative durch sehr kleine Metastasen unter der Auflösungsgrenze oder Metastasen mit geringer Stoffwechselaktivität. Die diagnostische Genauigkeit für Metastasen liegt beim PET-CT bei etwa 90%, deutlich höher als bei konventioneller Bildgebung.

PET-CT Nachteile und Einschränkungen

Zu den Hauptnachteilen des PET-CT gehört die Strahlenbelastung durch beide Komponenten: Die CT-Komponente und die radioaktive Tracersubstanz führen zusammen zu einer effektiven Dosis von etwa 15-25 mSv. Bei jungen Patienten und in der Schwangerschaft ist daher eine strenge Indikationsstellung erforderlich. Die Verfügbarkeit ist begrenzt, da nicht jedes Krankenhaus über ein PET-CT verfügt und speziell ausgebildetes Personal benötigt wird.

Die Spezifität ist eingeschränkt, da FDG nicht tumorspezifisch ist: Entzündungen, Infektionen, Granulome und postoperative Veränderungen können ebenfalls FDG-positiv sein. Bei Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzucker ist die Bildqualität reduziert, da Glukose und FDG um die zelluläre Aufnahme konkurrieren. Kleine Läsionen unter 5 mm können übersehen werden (Partialvolumeneffekt). Die Kosten sind erheblich und liegen 2026 in Deutschland bei etwa 1.200-1.500 Euro pro Untersuchung. Nicht zuletzt existieren tumorspezifische Limitationen bei Tumoren mit geringer FDG-Affinität.

PET-CT Kosten und Kostenübernahme in Deutschland 2026

Die PET-CT Kosten in Deutschland variieren je nach Tracer und Untersuchungsumfang zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Ein Standard-FDG-PET-CT kostet etwa 1.200-1.400 Euro, während spezialisierte Untersuchungen wie PSMA-PET-CT bei etwa 1.400-1.600 Euro liegen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit den erweiterten Richtlinien 2024 die Kosten bei etablierten Indikationen wie Lungenkrebs-Staging, Lymphom-Diagnostik, NSCLC-Therapiekontrolle und PSMA-PET bei Prostatakarzinom.

Für die Kostenübernahme ist eine Genehmigung erforderlich, die der behandelnde Onkologe bei der Krankenkasse beantragt. Die Bewilligung erfolgt meist innerhalb von 3-5 Werktagen. Bei experimentellen Indikationen oder Off-Label-Use können die Kosten abgelehnt werden, Einzelfallanträge sind möglich. Private Krankenversicherungen übernehmen die PET-CT Kosten in der Regel großzügiger, oft auch bei erweiterten Indikationen. Bei Selbstzahlung sollten Patienten mit den genannten Beträgen rechnen, wobei einzelne Zentren Rabatte anbieten können.

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Antworten auf Ihre Fragen zu pet/ct bei welchen tumoren

Welche Krebsarten erkennt man im PET-CT am besten?

Das PET-CT erkennt besonders gut stoffwechselaktive Tumoren wie Lungenkrebs (nicht-kleinzellig), Lymphome, Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrenkrebs und maligne Melanome. Diese zeigen typischerweise hohe FDG-Aufnahme mit SUV-Werten über 3. Weniger gut darstellbar sind Tumoren mit geringer metabolischer Aktivität wie Prostatakarzinom (mit Standard-FDG), hochdifferenzierte neuroendokrine Tumoren oder muzinöse Karzinome. Für solche Tumoren existieren spezielle Tracer wie PSMA für Prostatakrebs oder Gallium-68-DOTATATE für neuroendokrine Tumoren.

Warum sollte ein Onkologe eine PET-Untersuchung anordnen?

Ein Onkologe ordnet ein PET-CT an, wenn es therapeutisch relevante Informationen liefert, die andere Verfahren nicht bieten. Hauptgründe sind das präzise Staging vor geplanter Operation oder Bestrahlung, die Suche nach Metastasen bei unklaren Befunden, die Rezidivdiagnostik bei steigenden Tumormarkern, die Unterscheidung zwischen Narbengewebe und aktivem Tumor sowie die Therapiekontrolle zur Beurteilung des Ansprechens auf Chemotherapie oder Immuntherapie. Die Untersuchung beeinflusst in etwa 20-30% der Fälle die Therapiestrategie durch den Nachweis zusätzlicher Befunde.

Wann ist ein PET-CT notwendig und wann nicht?

Ein PET-CT ist notwendig, wenn die Klärung zwischen kurativer und palliativer Therapie ansteht, bei Verdacht auf Rezidiv mit unklaren konventionellen Befunden, beim Staging bestimmter Tumoren wie Lungenkrebs oder Lymphome sowie bei der Suche nach einem unbekannten Primärtumor. Nicht notwendig ist es als Routinevorsorge bei asymptomatischen Personen, bei Tumoren die bekanntermaßen nicht FDG-speichern, wenn das Ergebnis die Therapie nicht beeinflussen würde oder wenn andere Verfahren ausreichende Information liefern. Die Indikation wird in interdisziplinären Tumorkonferenzen gestellt.

Sind Metastasen im PET-CT sichtbar und ab welcher Größe?

Metastasen sind im PET-CT sichtbar, wenn sie stoffwechselaktiv sind und eine Mindestgröße von etwa 5-8 mm erreichen. Die Detektionsrate liegt deutlich über der konventioneller Bildgebung, besonders bei Knochenmetastasen und Lymphknotenmetastasen. Das PET-CT kann Metastasen bereits nachweisen, bevor strukturelle Veränderungen erkennbar sind. Lymphknotenmetastasen werden auch bei normaler Größe erkannt, wenn erhöhte Stoffwechselaktivität vorliegt. Die diagnostische Genauigkeit für Metastasen liegt bei etwa 90%, wobei sehr kleine Metastasen unter 5 mm oder metabolisch inaktive Metastasen übersehen werden können.

Warum leuchten Lymphknoten im PET-CT?

Lymphknoten leuchten im PET-CT aufgrund erhöhter Glukoseaufnahme, die verschiedene Ursachen haben kann. Bei Tumorbefall reichert sich FDG in den Krebszellen an und zeigt Metastasen an. Aber auch entzündlich veränderte oder reaktiv vergrößerte Lymphknoten können FDG aufnehmen. Nach Impfungen, bei Infektionen oder bei Sarkoidose sind falsch-positive Befunde möglich. Die Unterscheidung erfolgt durch Bewertung des Anreicherungsmusters, der Größe, Lokalisation und des klinischen Kontexts. SUV-Werte über 2,5 gelten als suspekt, die endgültige Klärung erfordert oft eine Korrelation mit anderen Befunden oder histologische Sicherung.

Was sind die wichtigsten Nachteile des PET-CT?

Die Hauptnachteile des PET-CT umfassen die relevante Strahlenbelastung von 15-25 mSv, mangelnde Spezifität da Entzündungen ebenfalls FDG-positiv sein können, begrenzte Verfügbarkeit mit Wartezeiten, hohe Kosten von 1.200-1.500 Euro, eingeschränkte Darstellung sehr kleiner Läsionen unter 5 mm, reduzierte Qualität bei Diabetikern mit hohem Blutzucker, begrenzte Sensitivität bei bestimmten Tumorarten mit geringer FDG-Aufnahme sowie falsch-positive Befunde bei postoperativen Veränderungen. Trotz dieser Limitationen überwiegt bei korrekter Indikationsstellung der diagnostische Nutzen die Nachteile deutlich.

TumorartPET-CT EignungHauptindikation
Lungenkrebs (NSCLC)Sehr gut geeignetStaging, Metastasensuche, Therapiekontrolle
LymphomeOptimal geeignetStaging, Interim-PET, Therapieansprechen
ProstatakarzinomMit PSMA-Tracer sehr gutRezidivdiagnostik, Metastasensuche
Kopf-Hals-TumorenGut geeignetCUP-Syndrom, Therapiekontrolle nach Radiochemotherapie
MelanomGut geeignet ab Stadium IIIStaging, Verlaufskontrolle unter Immuntherapie
DarmkrebsGut bei RezidivRezidivdiagnostik, Metastasenabklärung
ÖsophaguskarzinomGut geeignetStaging, Therapieansprechen nach Chemotherapie
MammakarzinomEingeschränkt geeignetMetastasiertes Stadium, Rezidivverdacht

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