Die Frage CT Abdomen nüchtern oder nicht beschäftigt viele Patienten vor einer anstehenden Computertomographie des Bauchraums. Die Antwort hängt davon ab, ob die Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel durchgeführt wird. Bei einem CT Abdomen mit Kontrastmittel müssen Patienten in Deutschland in der Regel 4 bis 6 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein, während bei Untersuchungen ohne Kontrastmittel meist keine Nüchternheit erforderlich ist. Dieser Ratgeber erklärt detailliert alle Vorbereitungsmaßnahmen und beantwortet die häufigsten Fragen zur CT-Abdomen-Untersuchung.
Wann ist Nüchternheit beim CT Abdomen erforderlich?
Die Notwendigkeit nüchtern zu sein hängt primär von der Verwendung von Kontrastmittel ab. Bei einer CT-Untersuchung des Abdomens mit intravenösem Kontrastmittel wird grundsätzlich eine Nüchternperiode von mindestens 4 bis 6 Stunden vor der Untersuchung empfohlen. Diese Vorsichtsmaßnahme dient dazu, das Risiko von Übelkeit und Erbrechen während oder nach der Kontrastmittelgabe zu minimieren. In Deutschland folgen radiologische Praxen und Kliniken den Leitlinien der Deutschen Röntgengesellschaft, die 2026 aktualisiert wurden und klare Vorgaben zur Patientenvorbereitung enthalten.
Ohne Kontrastmittel ist eine Nüchternheit beim CT Abdomen normalerweise nicht erforderlich. Patienten können in diesem Fall normal essen und trinken. Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei speziellen Fragestellungen, etwa zur Darstellung des Magen-Darm-Trakts, kann die radiologische Einrichtung auch ohne intravenöses Kontrastmittel eine gewisse Nüchternheit verlangen. Daher sollten Patienten stets die spezifischen Anweisungen ihrer Untersuchungsstelle beachten, die in der Regel mit der Terminbestätigung übermittelt werden.
Warum vor CT nichts essen – medizinische Gründe
Die medizinischen Gründe für die Nüchternheit vor einem CT Abdomen mit Kontrastmittel sind vielfältig und wichtig für die Patientensicherheit. Kontrastmittel, insbesondere jodhaltige Substanzen, können bei etwa 5-8% der Patienten zu Nebenwirkungen wie Übelkeit führen. Ein leerer Magen reduziert das Risiko von Erbrechen erheblich, was besonders während der Untersuchung im engen CT-Gerät problematisch sein kann. Zudem kann ein voller Magen die Bildqualität der CT-Aufnahmen beeinträchtigen, da gefüllte Darmschlingen die Beurteilung benachbarter Organe erschweren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aspirationsgefahr. Sollte es zu einem allergischen Zwischenfall kommen, bei dem der Patient das Bewusstsein verliert, besteht bei vollem Magen die Gefahr, dass Mageninhalt in die Atemwege gelangt. Nüchternheit minimiert dieses Risiko erheblich. Die Deutsche Gesellschaft für Radiologie betont in ihren 2026er Empfehlungen zudem, dass Nüchternheit die Nierenfunktion optimiert, was für die Kontrastmittelausscheidung nach der Untersuchung von Bedeutung ist. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion werden diese Vorsichtsmaßnahmen besonders streng gehandhabt.
Wie lange nüchtern vor Abdomen CT – genaue Zeitangaben
Die Standardempfehlung in Deutschland lautet: mindestens 4 Stunden nüchtern vor einem CT Abdomen mit Kontrastmittel. Viele radiologische Einrichtungen empfehlen jedoch eine Nüchternperiode von 6 Stunden, um maximale Sicherheit zu gewährleisten. Dies bedeutet konkret keine feste Nahrung und keine Milchprodukte in diesem Zeitraum. Bei Untersuchungen am frühen Morgen sollten Patienten ab Mitternacht nichts mehr essen, was der gängigen Praxis in den meisten deutschen Kliniken entspricht.
Wasser trinken vor CT Abdomen – was ist erlaubt?
Eine häufige Frage betrifft das Wasser trinken vor CT Abdomen. Die gute Nachricht: Klares Wasser ist in den meisten Fällen bis zu 2 Stunden vor der Untersuchung erlaubt und sogar erwünscht. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Nierenfunktion und erleichtert die spätere Ausscheidung des Kontrastmittels. Patienten sollten am Vortag der Untersuchung mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser trinken. Verboten sind jedoch gesüßte Getränke, Säfte, Kaffee, Tee mit Milch oder Alkohol während der Nüchternperiode. Manche radiologische Einrichtungen bitten Patienten sogar, etwa 500 ml Wasser eine Stunde vor der Untersuchung zu trinken, um die Bildqualität zu optimieren.
Medikamenteneinnahme während der Nüchternphase
Regelmäßig einzunehmende Medikamente können in der Regel mit einem kleinen Schluck Wasser auch während der Nüchternphase genommen werden. Dies gilt besonders für wichtige Arzneimittel wie Blutdrucksenker, Herzmedikamente oder Schilddrüsenhormone. Diabetiker sollten jedoch ihre Insulin- oder Tablettendosis anpassen und dies vorab mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Bei der Terminvereinbarung wird das radiologische Personal diese Aspekte gezielt abfragen. Wichtig ist, dass Patienten eine vollständige Liste ihrer aktuellen Medikamente zur Untersuchung mitbringen, da einige Arzneimittel, insbesondere Metformin bei Diabetikern, vor einer Kontrastmittelgabe pausiert werden müssen.
Ist CT Abdomen immer mit Kontrastmittel notwendig?
Nein, ein CT Abdomen ist nicht immer mit Kontrastmittel erforderlich. Die Entscheidung über den Einsatz von Kontrastmittel trifft der Radiologe basierend auf der klinischen Fragestellung. Bei Verdacht auf Nierensteine, Kalzifikationen oder zur Beurteilung von Knochenstrukturen reicht häufig eine native CT-Untersuchung ohne Kontrastmittel aus. In diesen Fällen entfällt die Notwendigkeit der Nüchternheit vollständig. Schätzungen zufolge werden in Deutschland etwa 35-40% der abdominellen CT-Untersuchungen ohne intravenöses Kontrastmittel durchgeführt.
Für die Beurteilung von Weichteilstrukturen, Gefäßen, Entzündungen, Tumoren oder Organschädigungen ist jedoch ein CT Abdomen mit Kontrastmittel deutlich aussagekräftiger. Das Kontrastmittel reichert sich in gut durchblutetem Gewebe an und macht krankhafte Veränderungen sichtbar, die auf nativen Aufnahmen möglicherweise übersehen würden. Moderne CT-Protokolle in Deutschland verwenden häufig Mehrphasentechniken, bei denen Aufnahmen zu verschiedenen Zeitpunkten nach Kontrastmittelgabe erfolgen. Dies erhöht die diagnostische Genauigkeit erheblich und ist besonders bei der Tumordiagnostik von entscheidender Bedeutung. Bei Patienten mit Kontrastmittelallergie oder schwerer Niereninsuffizienz wird nach Alternativen wie MRT gesucht.
Was muss ich vor einer CT Abdomen beachten – Checkliste
Eine gründliche Vorbereitung auf die CT-Abdomen-Untersuchung ist entscheidend für optimale Untersuchungsergebnisse. Zunächst sollten Patienten alle metallischen Gegenstände zu Hause lassen oder vor der Untersuchung ablegen, da diese Artefakte in den Bildern verursachen können. Dazu gehören Schmuck, Piercings, Gürtel mit Metallschnallen und BHs mit Metallbügeln. Die Klinik oder Praxis stellt in der Regel Untersuchungskittel zur Verfügung, sodass Patienten ihre Oberbekleidung ablegen müssen.
CT Abdomen Kleidung – was soll ich anziehen?
Die richtige CT Abdomen Kleidung erleichtert den Untersuchungsablauf erheblich. Empfehlenswert ist bequeme, lockere Kleidung ohne Metallteile wie Reißverschlüsse oder Knöpfe im Bauchbereich. Ideal sind Jogginghosen, weite T-Shirts oder Kleider. Viele Patienten fragen sich, ob sie ihre eigene Kleidung während der Untersuchung tragen dürfen. In den meisten radiologischen Einrichtungen in Deutschland ist es üblich, dass Patienten zumindest den Oberkörper entkleiden und einen Untersuchungskittel anziehen müssen. Dies gewährleistet, dass keine störenden Elemente die Bildqualität beeinträchtigen. Unterwäsche kann meist anbehalten werden, sofern sie keine Metallelemente enthält.
Wichtige Unterlagen und Voruntersuchungen
Zur CT-Untersuchung sollten Patienten unbedingt die Überweisung vom Facharzt oder Hausarzt sowie ihre Versichertenkarte mitbringen. Wichtig sind auch alle Vorbefunde, frühere Röntgen- oder CT-Bilder auf CD, Laborwerte (insbesondere Nierenwerte wie Kreatinin und GFR) sowie ein aktueller Medikamentenplan. Bei bekannten Allergien, insbesondere gegen Kontrastmittel oder Jod, muss dies unbedingt vorab mitgeteilt werden. Schwangere oder möglicherweise schwangere Frauen müssen dies dem medizinischen Personal vor der Untersuchung mitteilen, da die Strahlenbelastung für das ungeborene Kind bedacht werden muss. In solchen Fällen wird nach Alternativverfahren wie Ultraschall oder MRT gesucht.
CT Thorax Abdomen nüchtern – Besonderheiten bei kombinierten Untersuchungen
Bei einer kombinierten Untersuchung von Brustkorb und Bauchraum, dem CT Thorax Abdomen nüchtern, gelten grundsätzlich dieselben Nüchternregeln wie beim isolierten CT Abdomen. Da diese Untersuchung nahezu immer mit Kontrastmittel durchgeführt wird, ist eine Nüchternperiode von 4 bis 6 Stunden obligatorisch. Diese erweiterte Untersuchung wird häufig bei onkologischen Fragestellungen, zur Tumorsuche oder beim Staging von Krebserkrankungen eingesetzt. Die Untersuchungsdauer verlängert sich auf etwa 15 bis 20 Minuten.
Der Vorteil einer kombinierten Untersuchung liegt in der umfassenden Beurteilung zweier wichtiger Körperregionen in einem Durchgang. Dies ist besonders relevant bei systemischen Erkrankungen, Lymphomen oder bei der Suche nach Metastasen. Die Kontrastmittelmenge ist bei dieser ausgedehnten Untersuchung etwas höher als beim reinen Abdomen-CT, weshalb eine gute Nierenfunktion besonders wichtig ist. Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (GFR unter 30 ml/min) benötigen möglicherweise spezielle Vorsichtsmaßnahmen oder alternative Untersuchungsmethoden. Die Strahlenbelastung bei einem CT Thorax-Abdomen liegt bei etwa 10-15 mSv, was in etwa der natürlichen Strahlenbelastung von 3-5 Jahren entspricht, jedoch für die diagnostische Aussagekraft oft unverzichtbar ist.
Ablauf einer CT-Abdomen-Untersuchung mit Kontrastmittel
Der Ablauf einer CT des Abdomens ist standardisiert und dauert typischerweise 10 bis 15 Minuten. Nach dem Umziehen wird zunächst ein venöser Zugang, meist in der Ellenbeuge, gelegt. Über diesen wird während der Untersuchung das Kontrastmittel injiziert. Der Patient liegt während der gesamten Untersuchung auf dem Rücken auf der CT-Liege, die in die ringförmige Öffnung des CT-Geräts hineingefahren wird. Im Gegensatz zur MRT ist das CT-Gerät deutlich offener und kürzer, was für Patienten mit Platzangst vorteilhaft ist.
Zunächst werden oft native Aufnahmen ohne Kontrastmittel angefertigt. Anschließend erfolgt die automatische Injektion des Kontrastmittels über eine Pumpe. Patienten spüren dabei häufig ein Wärmegefühl, das sich vom Arm über den gesamten Körper ausbreitet und völlig normal ist. Manche Patienten berichten auch von einem metallischen Geschmack im Mund. Nach der Kontrastmittelgabe werden erneut Aufnahmen in verschiedenen Phasen erstellt. Während der Aufnahmen ist es wichtig, dass der Patient ruhig liegt und auf Anweisung des Personals für einige Sekunden den Atem anhält, um Bewegungsartefakte zu vermeiden. Die gesamte eigentliche Aufnahmezeit beträgt meist nur 30 bis 60 Sekunden, die Vorbereitung und das Nachgespräch nehmen mehr Zeit in Anspruch.
Wie gefährlich ist ein CT Abdomen – Risiken und Nebenwirkungen
Viele Patienten fragen sich: Wie gefährlich ist ein CT Abdomen? Die Untersuchung gilt grundsätzlich als sicher, birgt jedoch gewisse Risiken, die beachtet werden müssen. Das Hauptrisiko liegt in der Strahlenbelastung, die bei einem Abdomen-CT zwischen 8 und 12 Millisievert (mSv) liegt. Zum Vergleich: Die natürliche jährliche Strahlenbelastung in Deutschland beträgt etwa 2,1 mSv. Obwohl dies eine erhebliche zusätzliche Dosis darstellt, ist das tatsächliche Krebsrisiko durch eine einzelne CT-Untersuchung äußerst gering und liegt statistisch bei etwa 1:1000 bis 1:2000.
Kontrastmittel-Risiken und allergische Reaktionen
Das Kontrastmittel selbst kann Nebenwirkungen verursachen, die von leicht bis schwer reichen. Häufige, harmlose Reaktionen umfassen Wärmegefühl, metallischen Geschmack und leichte Übelkeit bei etwa 5-15% der Patienten. Mittelschwere Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz oder Erbrechen treten bei 1-3% auf. Schwere allergische Reaktionen mit Atemnot oder Kreislaufproblemen sind mit weniger als 0,1% sehr selten. Moderne, nicht-ionische Kontrastmittel, die 2026 in Deutschland Standard sind, haben ein deutlich geringeres Nebenwirkungsprofil als ältere Präparate. Besonders wichtig ist die Nierenfunktion: Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann das Kontrastmittel eine kontrastmittelinduzierte Nephropathie auslösen, weshalb vorab die Nierenwerte überprüft werden müssen.
Langzeitrisiken und Strahlenhygiene
Die Langzeitrisiken wiederholter CT-Untersuchungen sind Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen. Studien aus 2025 zeigen, dass das kumulative Krebsrisiko mit der Anzahl der CT-Untersuchungen steigt, insbesondere bei jüngeren Patienten. Deshalb gilt das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable): So wenig Strahlung wie möglich, so viel wie nötig. Moderne CT-Geräte in Deutschland arbeiten mit dosissparenden Techniken wie iterativer Rekonstruktion, die die Strahlendosis um bis zu 40% reduzieren können. Ärzte müssen die Indikation für jede CT-Untersuchung sorgfältig stellen und alternative Verfahren wie Ultraschall oder MRT in Betracht ziehen, wenn diese ausreichend informativ sind. Für die meisten Patienten überwiegt jedoch der diagnostische Nutzen die Risiken deutlich.
CT Abdomen – wie lange dauert das und was wird untersucht?
Die Frage CT Abdomen wie lange dauert das lässt sich differenziert beantworten. Die reine Scanzeit, also die Zeit im CT-Gerät, beträgt meist nur 30 bis 90 Sekunden. Die gesamte Untersuchungszeit inklusive Vorbereitung, Umziehen, Legen des Venenzugangs und Nachbesprechung beträgt jedoch typischerweise 15 bis 30 Minuten. Bei komplizierten Fragestellungen oder wenn zusätzliche Aufnahmen in verschiedenen Kontrastmittelphasen erforderlich sind, kann sich die Zeit auf bis zu 45 Minuten verlängern.
Bei der CT-Abdomen-Untersuchung werden alle Bauchorgane dargestellt: Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren, Nebennieren, Magen, Darm, Harnblase sowie die großen Blutgefäße wie Aorta und Pfortader. Auch Lymphknoten, Fettgewebe und die Bauchmuskulatur werden erfasst. Die Untersuchung dient der Diagnostik zahlreicher Erkrankungen: Tumore, Entzündungen (wie Appendizitis oder Divertikulitis), Gefäßerkrankungen (Aneurysmen, Thrombosen), Organverletzungen nach Unfällen, Nierensteine, Gallensteine, Abszesse, Zysten und viele weitere pathologische Veränderungen. Die Bildgebung ist so detailliert, dass Strukturen von wenigen Millimetern Größe erkennbar sind, was die CT zu einem unverzichtbaren Werkzeug der modernen Diagnostik macht.
Welche Organe sieht man bei CT Abdomen genau?
Die Frage Welche Organe sieht man bei CT Abdomen ist für das Verständnis der Untersuchung wichtig. Das Abdomen-CT erfasst den gesamten Bauch- und Beckenbereich. Im Oberbauch werden Leber, Gallenblase und Gallenwege, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Milz, Magen, Zwölffingerdarm sowie beide Nieren mit Nebennieren dargestellt. Die Leber wird besonders detailliert beurteilt, da sie ein häufiger Ort für Metastasen und primäre Tumoren ist. Die Bauchspeicheldrüse lässt sich im CT bei guter Kontrastierung exzellent darstellen, was bei Verdacht auf Pankreatitis oder Pankreaskarzinom von großer Bedeutung ist.
Im mittleren und unteren Bauchbereich werden Dünn- und Dickdarm, die Harnleiter, große Blutgefäße wie die Bauchaorta und die untere Hohlvene sowie das Lymphsystem sichtbar. Bei Frauen können Gebärmutter und Eierstöcke, bei Männern die Prostata beurteilt werden, sofern das Becken mit eingeschlossen ist. Die Retroperitonealregion, also der Raum hinter dem Bauchfell, wird ebenfalls erfasst und ist wichtig für die Beurteilung von Lymphknoten, Nebennieren und der großen Gefäße. Auch die Wirbelsäule, die Rippen und Bauchmuskulatur werden auf den Bildern sichtbar und können auf Veränderungen untersucht werden. Die umfassende Darstellung macht das CT Abdomen zu einer der informativsten bildgebenden Untersuchungen in der Medizin.
Nach der CT-Untersuchung – Verhalten und Kontrastmittelausscheidung
Nach der CT-Abdomen-Untersuchung können Patienten in der Regel sofort nach Hause gehen und ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Es gibt keine Einschränkungen bezüglich Autofahren oder Arbeiten. Wichtig ist jedoch, dass Patienten nach einer Untersuchung mit Kontrastmittel viel trinken sollten – mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit über die nächsten 24 Stunden verteilt. Dies unterstützt die Nieren bei der Ausscheidung des Kontrastmittels und reduziert das Risiko einer Nierenschädigung. Das Kontrastmittel wird normalerweise innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig über die Nieren ausgeschieden.
Stillende Mütter müssen nach aktuellen Empfehlungen der Deutschen Röntgengesellschaft von 2026 das Stillen nicht mehr pausieren, da nur minimale Mengen des modernen Kontrastmittels in die Muttermilch übergehen. Dennoch empfehlen einige Ärzte vorsichtshalber eine Stillpause von 4 bis 6 Stunden. Leichte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit können nach der Untersuchung auftreten und klingen meist innerhalb weniger Stunden ab. Bei anhaltenden Beschwerden, Hautausschlag, Atemnot oder anderen ungewöhnlichen Symptomen sollten Patienten umgehend einen Arzt kontaktieren. Der Befund wird in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Werktagen erstellt und dem zuweisenden Arzt übermittelt, der das weitere Vorgehen mit dem Patienten bespricht.
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Was Sie über ct abdomen nüchtern oder nicht wissen müssen
Wie lange nüchtern vor Abdomen CT mit Kontrastmittel?
Bei einem CT Abdomen mit Kontrastmittel sollten Patienten in Deutschland mindestens 4 bis 6 Stunden vor der Untersuchung nüchtern sein. Das bedeutet keine feste Nahrung und keine Milchprodukte in diesem Zeitraum. Klares Wasser ist bis etwa 2 Stunden vor der Untersuchung erlaubt und sogar empfohlen. Die Nüchternheit reduziert das Risiko von Übelkeit und Erbrechen nach der Kontrastmittelgabe und verbessert die Bildqualität. Wichtige Medikamente können mit wenig Wasser eingenommen werden.
Ist ein CT Abdomen immer mit Kontrastmittel notwendig?
Nein, nicht jedes CT Abdomen erfordert Kontrastmittel. Bei Fragestellungen wie Nierensteinen, Kalzifikationen oder zur Beurteilung von Knochenstrukturen reicht oft eine native CT-Untersuchung ohne Kontrastmittel aus. Etwa 35-40% der abdominellen CT-Untersuchungen in Deutschland werden ohne intravenöses Kontrastmittel durchgeführt. Für die Darstellung von Weichteilstrukturen, Gefäßen, Entzündungen oder Tumoren ist jedoch Kontrastmittel deutlich aussagekräftiger. Die Entscheidung trifft der Radiologe basierend auf der klinischen Fragestellung.
Darf ich vor einem CT Abdomen Wasser trinken?
Ja, Wasser trinken vor einem CT Abdomen ist nicht nur erlaubt, sondern wird ausdrücklich empfohlen. Klares Wasser darf in den meisten Fällen bis etwa 2 Stunden vor der Untersuchung getrunken werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Nierenfunktion und erleichtert die spätere Ausscheidung des Kontrastmittels. Patienten sollten am Vortag mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken. Verboten sind jedoch gesüßte Getränke, Säfte, Kaffee mit Milch oder Alkohol während der Nüchternperiode.
Welche Kleidung sollte ich zum CT Abdomen anziehen?
Zur CT-Abdomen-Untersuchung sollten Sie bequeme, lockere Kleidung ohne Metallteile wie Reißverschlüsse, Knöpfe oder Metallapplikationen tragen. Ideal sind Jogginghosen und weite T-Shirts. In den meisten radiologischen Einrichtungen müssen Sie jedoch zumindest den Oberkörper entkleiden und einen Untersuchungskittel anziehen. Schmuck, Piercings, Gürtel mit Metallschnallen und BHs mit Metallbügeln sollten zu Hause gelassen oder vor der Untersuchung abgelegt werden, da sie die Bildqualität beeinträchtigen können.
Wie lange dauert ein CT Abdomen insgesamt?
Die reine Scanzeit im CT-Gerät beträgt nur 30 bis 90 Sekunden. Die gesamte Untersuchung inklusive Vorbereitung, Umziehen, Legen des venösen Zugangs für das Kontrastmittel und kurzer Nachbeobachtung dauert typischerweise 15 bis 30 Minuten. Bei komplexen Fragestellungen oder zusätzlichen Aufnahmen in verschiedenen Kontrastmittelphasen kann sich die Zeit auf bis zu 45 Minuten verlängern. Die eigentliche Bildaufnahme ist jedoch sehr schnell, und Patienten müssen nur kurze Zeit stillliegen.
Wie gefährlich ist die Strahlung beim CT Abdomen?
Ein CT Abdomen verursacht eine Strahlenbelastung von etwa 8 bis 12 Millisievert (mSv), was der natürlichen Strahlenbelastung von etwa 4-5 Jahren entspricht. Das tatsächliche Krebsrisiko durch eine einzelne CT-Untersuchung ist statistisch sehr gering und liegt bei etwa 1:1000 bis 1:2000. Moderne CT-Geräte in Deutschland arbeiten mit dosissparenden Techniken, die die Strahlung um bis zu 40% reduzieren können. Für die meisten Patienten überwiegt der diagnostische Nutzen die Risiken deutlich, und Ärzte prüfen sorgfältig, ob Alternativen wie Ultraschall oder MRT ausreichen.
| Aspekt | Details | Wichtiger Hinweis |
|---|---|---|
| Nüchternheit | 4-6 Stunden bei Kontrastmittel, nicht erforderlich ohne Kontrastmittel | Wasser bis 2 Stunden vorher erlaubt |
| Untersuchungsdauer | Scanzeit 30-90 Sekunden, Gesamtdauer 15-30 Minuten | Inklusive Vorbereitung und Venenzugang |
| Strahlenbelastung | 8-12 mSv pro Untersuchung | Vergleichbar mit 4-5 Jahren natürlicher Strahlung |
| Kontrastmittel | Nicht immer erforderlich, abhängig von Fragestellung | Nebenwirkungsrate unter 3%, meist harmlos |
| Nach der Untersuchung | Viel trinken (1,5-2 Liter), normale Aktivitäten möglich | Kontrastmittel wird in 24-48h ausgeschieden |
| Dargestellte Organe | Alle Bauchorgane, Gefäße, Lymphknoten, Wirbelsäule | Hochauflösende Darstellung ab wenigen Millimetern |

